"Wir gegen Rechts" (WgR) Ladenburg

Wir sind ein überparteiliches Bündnis in Ladenburg gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Unsere Hauptzielsetzung ist die Prävention vor rechtsextremen Gesinnungen und vor Nährböden für solche Gesinnungen in Ladenburg und der Region Rhein-Neckar.

Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir aufklären und informieren:
  • über Taktiken,
  • Ideologien und
  • Aktivitäten
von Neonazi-Organisationen und ihnen nahestehenden Gruppierungen.

Die Ziele und Zielgruppen des Aktionsbündnisses

  1. Rechtsradikalismus in Ladenburg und in der Region aufdecken und unterbinden

  2. Bewusstsein und Sensibilität bei der Bevölkerung und bei Zielgruppen erzeugen bezüglich Rechtsradikalismus, dessen Organisationsstrukturen und Methoden. Die Erinnerung an die Verbrechen des Reiches und die daraus abzuleitende historische Verantwortung wach halten.

  3. Geeignete Aktionen mit Schwerpunkt Ladenburg und Rhein-Neckar-Region konzipieren und durchführen, mit denen gegen Rechtsradikalismus, gegen das „Vergessen“ und gegen falsche Relativierungen vorgegangen werden kann

  4. Breite Unterstützung für die Ziele des Aktionsbündnisses in der Bevölkerung und Einbeziehung anderer Meinungsbildner (Vereine, Jugendgemeinderat, Politiker allerParteien in Ladenburg, Medien) herstellen

  5. Vernetzung zu Gruppen herstellen, die im Zusammenhang mit diesem Thema wichtig sind, und mit denen wir projektweise zusammenarbeiten wollen: Schul-Leiter, Lehrer, Schul-Sozialarbeiter, Jugendzentrum Kiste, Sportvereine, themenrelevante Projektleiter in Schulen und Jugend-Organisationen, Arbeitskreis ehem. Jüdischer Ladenburger, Gesellschaft Christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V. vergleichbare Aktionsbündnisse in anderen Orten, u.ä.

Aufgaben des Bündnisses im Einzelnen

Grundsatz: Die Tätigkeiten und die Methoden des Aktionsbündnisses sind auf Langfristigkeit und Seriosität angelegt. Ausnahmen bilden selbstverständlich eilige Notfälle.

Aufgaben mit Wirkung in die Öffentlichkeit

  1. Einen regelmäßigen Termin im Ladenburger Veranstaltungskalender diskutieren undeventuell definieren. An diesem Tag können unterschiedlich konzipierte Veranstaltungen (Demo, Kundgebung, Musikalische oder Literarische Veranstaltung, mit Gästen bzw. Referenten, Podiumsdiskussionen) durchgeführt werden, ggfs. in Kooperation mit anderen Organisationen, wie z.B. amnesty. Diese Veranstaltungen dienen der Sensibilisierung und Aufklärung über den Rechtsradikalismus und dem Wachhalten der historischen Verantwortung.

  2. Solidaritätsunterschriften sammeln für die Ladenburger Erklärung gegen Rechtsradikalismus. Öffentliche Übergabe an den Bürgermeister.

  3. Kurzfristige öffentliche Reaktionen des Bündnisses auf rechtsradikale Vorfälle in Ladenburg oder in der Region. Dazu Festlegung eines kleinen Teams unter der Leitung von Pfarrer Wittig, das schnell reagieren kann.

  4. Fakten und Meinungen über Rechtsradikalismus (z.B. statistische Daten, Erscheinungsformen, typische Methoden, Argumentationen, Musiken) sammeln und in öffentlichen Veranstaltungen weitergeben, dazu auch Referenten einladen.

  5. Auskunfts- und Anlaufstelle für Dritte (Bürger, Lehrer, Presse, Parteien, etc.) sein in Bezug auf Fakten und Vorfälle zum Rechtsradikalismus mit Schwerpunkt Ladenburg bzw. RNK. Dazu brauchen wir eine Datenbank, Internet-Adressen, Kontakte zu Experten.

  6. Argumentationen der Rechtsradikalen kennenlernen, analysieren und Sicherheit im Umgang damit gewinnen bzw. vermitteln.

  7. Verhaltenstipps und Zivilcourage einüben: wie verhält man sich, wenn Rechtsradikale aggressiv auftreten (z.B. in der Straßenbahn, auf dem Fußballplatz, am Stammtisch). Ggfs. Rollenspiele (z.B. in Schulen, Jugendzentrum) veranstalten, wie man in Situationen mit Rechtsradikalen reagiert. Dazu öffentliche Veranstaltungen durchführen.

  8. Exkursionen zu Orten durchführen, die die Ziele des Bündnisses deutlich machen können (z.B. Jüdisches Museum Worms, Holocaust-Denkmal Berlin, Führungen über Jüdischen Friedhof Mannheim, Moscheen, u.a.).

  9. Integrierend wirkende gemeinsame gesellige (Feste) oder politische Veranstaltungen mit Menschen /Gruppen aus anderen Religionen, Ländern, Rassen, etc. organisieren; damit diesen Personengruppen das Gefühl geben, dass sie in den Ladenburgern einen Partner haben.

  10. Externe Kommunikation:

    1. Aufbau einer Homepage des Aktionsbündnisses mit Links zu Datenbanken, anderen Internetadressen und Informationsquellen zu rechtsradikalen Themen

    2. Kontakte zu allen relevanten Medien pflegen

    3. Rundmail-Liste (bei aktuellen Vorfällen) für schnelle Kommunikation fit halten, Integration in die Telefon- und E-Mail-Kette der Stadt.

Aufgaben mit Wirkung nach innen (um das Bündnis zusammen zu halten)

  1. Versand von Rundbriefen des Bündnisses über dessen Aktivitäten, verbunden mit Einladungen zu Gruppensitzungen. Empfänger: alle, auch nicht regelmäßige, Teilnehmer an den Bündnis-Sitzungen sowie Interessenten, die ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck zur Verfügung stellen.

  2. Protokolle von Plenumssitzungen des Aktionsbündnisses schreiben und an die Teilnehmer (regelmäßige und gelegentliche) verteilen.

  3. Liste der E-Mail-Adressen und Telefon-Nummern der Mitglieder des Aktionsbündnisses erstellen und aktuell halten.